• Gartenkultur verbindet Menschen regional und weltweit

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    Wir bringen Menschen zusammen,
    denen Gartenkultur am Herzen liegt!

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  • Gartenkultur erlebbar in Kabinettgärten und improvisierten Gärten

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  • Gartenkultur als „grünes“ Bildungs- und Freizeitangebot

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  • Gartenkultur mit jeder Menge Kreativ- und Spaßpotenzial

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  • Gartenkultur präsentiert in historischen Sammlungen

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Über unser Vereinsmitglied Christian Müller und seine Kartoffel-Raritäten wird immer wieder in Zeitungen, Zeitschriften und im Fernsehen berichtet.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schauen der erst kürzlich erschienen Beiträge:

Der „Kartoffelpapst“ und sein tollen Knollen

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Bericht + Bild: Regine Pätz

erschienen in der Regionalausgabe „Mindelheimer Zeitung“ der Augsburger Allgemeinen am 31.10.2020

Link:

https://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/Der-Kartoffelpapst-und-seine-tollen-Knollen-id58455046.html

Ein Kartoffelnarrischer und seine Irmgard

Beitrag im BR Fernsehen

„Zwischen Spessart und Karwendel“ am 31.10.2020

Link:

https://www.br.de/mediathek/video/herr-der-knollen-ein-kartoffelnarrischer-und-seine-irmgard-av:5f9c6a38452dca001a0ec89d

Text:bele (Beitrag in der Südwest Presse/Ausgabe vom 10.12.19)

Unsere "Entsteint Euch!-Aktion"  hat insbesondere vergangenes Jahr deutschlandweit sehr großes Medien-Interesse hervorgerufen und wir konnten Tausende unserer "Entsteint Euch!-Postkarten" weitergegeben. Immer mehr Menschen - egal ob privat, gewerblich oder im kommunalen Bereich - denken um und entscheiden sich ganz bewusst wieder FÜR lebendige Gärten und FÜR lebendiges öffentliches Grün. Auf diesen Erfolg unserer Aktion sind wir sehr stolz!


Kampf der Steinepest

Der Reihe nach: Wer Dieter Gaißmayer kennt, den Inhaber der gleichnamigen Illertisser Staudengärtnerei, wundert sich kaum, dass der agile Gärtnermeister mit versiegelten Flächen ziemlich auf Kriegsfuß steht. Im Sommer 2014 wurde das Gemüt des Stauden-Experten überstrapaziert. „Jetzt reicht es mit diesen elendigen Steinwüsten überall“, polterte er nach einer Fahrt durch ein Wohngebiet. Was er in der Neubau-Siedlung zu sehen bekommen hatte, waren Steinschüttungen in Weiß und sämtlichen Grau-Tönen; ausgestreut vor Haustüren, in die Höhe gewachsen in Stahlgittern zu Trenn- und Sichtschutzelementen. Was er nicht (mehr) fand:  grüne Vorgärten mit Blumen und  Stauden, einem Baum, Büschen und Rasen. Gaißmayer beschloss, „gegen diese Steinepest“ anzukämpfen. In Rudolf Siehler, dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Neu-Ulm, fand er einen ambitionierten Mitstreiter. Und einen Sommer später, zum offiziellen Auftakt der „Entsteint-Euch-Kampagne“, im Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger einen zugkräftigen Schirmherrn.

Anfragen von überall

„Dass die Aktion seither solche Kreise zieht, freut uns ungemein“, sagt Thea Zedelmeier. Sie ist die Vorsitzende des Vereins „Förderer der Gartenkultur“ in Illertissen, bei dem die Kampagne mittlerweile angesiedelt ist. Anfragen bekommen die Gartenfreunde über ihre Homepage, schriftlich und telefonisch. Zum Beispiel von Pfarrer Norbert George von den Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden Naunhof, Klinga und Erdmannshain bei Leipzig. In seinen kirchlichen Nachrichten veröffentlichte der Kirchenmann einen flammenden Aufruf, tote Steinschüttungen wieder in lebendiges Grün zu verwandeln.

Kecke Karten

Die vierteljährlich erscheinende bayerische Zeitschrift „Muh“ widmete der groß angelegten Aktion aus dem kleinen Illertissen in ihrer Sommer-Ausgabe ’18 gar die mehrseitige Titel-Story. Nochmals einen „richtigen Schub“, von Flensburg bis zum Bodensee, gab es für die Förderer der Gartenkultur nach einer Postkartenaktion. Zwei kecke Karten hat die Grafik-Designerin Lioba Schneikart kreiert. „Entsteinen Sie sich“ steht auf der einen, „Bei Ihnen lebt’s ja“ auf der  zweiten. Und durchaus Ernst zu nehmende Hinweise, was man auf einer Kiesfläche eben alles nicht machen kann. Als da wären: Blumensträuße pflücken, einem Spatzenstreit zuhören, Salbeiblätter für Tee ernten, Fuchsienknospen knallen lassen, Himbeeren pflücken, im Schatten liegen. „Mit erhobenem Zeigefinger erreicht man nichts“, kommentiert Zedelmeier die bunten Kärtchen, die im Garten-Museum ausliegen, Zeitschriften beigefügt oder auf Anfrage auch verschickt werden. „Die ersten 2000 Stück waren rasend schnell weg“, bilanziert Zedelmeier. 5000 wurden nachgedruckt.

Auch wenn die Förderer der Gartenkultur den Zeigefinger nicht erheben wollen, so nennt Kampagnen-Mitbegründer Rudolf Siehler doch knallharte Fakten. Steine verdichten den Boden immens, so dass es keinen Sauerstoffaustausch mehr gibt und deshalb auch kein Bodenleben oder Pflanzenwachstum. „Diese Flächen sehen nicht nur tot aus, sie sind es auch. Wo es keine Insekten und keine Samen gibt, kommen auch keine Vögel“, sagt er. Dass die Steinwüsten weniger Arbeit machen, sei ein Trugschluss. „Es sammelt sich Laub, das weg muss, und irgendwann kommt doch Unkraut durch.“

Gartenpfleger sensibilisiert

Rudolf Siehler berät und schult in seiner Eigenschaft als Kreisfachberater die Vertreter von 36  Gartenbauvereinen im Landkreis Neu-Ulm. 84 Gartenpfleger vor Ort hat der Mann fürs Entsteinen sensibilisiert. „Die  können dort einiges bewegen.“

Über einen wachsenden Berg von Steinen freuen sich die Förderer der Gartenkultur dann aber doch: Über den, der vom kleinen Steinbeißer in Illertissen gehütet wird. Denn jeder dort ausgeschüttete Kübel bedeutet eine Steinwüste weniger.